Kathedrale des Hl.Jakob - UNESCO Denkmal

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EINZIGARTIGES DENKMAL DER EUROPÄISCHEN SAKRALEN ARCHITEKTUR

Die Kathedrale des Hl. Jakob ist die bedeutendste architektonische Ausführung des 15. und 16. Jahrhunderts auf kroatischem Boden und anhand ihrer Schönheit, den Konstruktionsbesonderheiten und den stilistischen Eigenschaften ist es nicht nur das größte und wertvollste Objekt des Architekturerbes der Stadt Šibenik, sondern sie stellt ein einzigartiges Denkmal der europäischen sakralen Architektur dar.

Anhand ihres Kunstwerts gehört sie zu den bedeutendsten europäischen monumentalen Kathedralen, und anhand einiger ihrer Merkmale ist sie nicht nur unter den Kathedralen, sondern auch unter christlichen Kirchen allgemein einzigartig.

EINZIGES GEBÄUDE IN GANZ EUROPA AUSSCHLIESSLICH AUS STEIN

Sie ist die einzige Kathedrale in ganz Europa ausschließlich aus Stein gebaut, ohne Verwendung von Verputz als Bindemittel und hölzerne Konstruktionselemente.

Sie ist ebenfalls das erste Montagegebäude in Europa erbaut nach dem Prinzip der Falzplatten (die restlichen werden erst im 19. Jahrhundert nach diesem Prinzip zu bauen begonnen), sowie auch das einzige Gebäude dessen Volumen von außen zur Gänze der Form der Innenräume entspricht.

Sie ist bekannt für die ikonographischen Innovationen, unter welchen der Fries aus 74 Skulpturen von Köpfen (individuelle Porträts des Zeitgenossen Juraj Dalmatinac), welcher als zahlreichste und qualitativste Porträtgalerie ausgestellt als öffentliches Denkmal auf einem sakralen Denkmal in Europa gilt, sowie auch das Einführen des Reliefs des Gottesvaters mit Taube des Geists und Engeln auf dem Gewölbe der Taufkirche der Kathedrale von Šibenik einen besonderen Platz einnehmen.

105 JAHRE BAU

Sie wurde auf der südlichsten Seite des mittleren Stadtplatzes erhoben, am Ort wo einst die romanische Kirche des Hl. Jakob stand. Die Idee des Baus eines großen Kathedraltempels datiert aus dem 13. Jahrhundert, als Šibenik eine eigene Diözese und den Titel einer Stadt erhielt. Der Bau der Kathedrale des Hl. Jakob dauerte 105 Jahre mit Unterbrechungen, beziehungsweise von 1431 bis 1536. Die Konstruktion wurde im venezianischen gotischen Stil begonnen und im Stil der toskanischen Renaissance fertiggestellt.

MEISTER: JURAJ DALMATINAC UND NIKOLA FIRENTINAC

Im ersten Jahrzehnt arbeiten an ihrer Erhebung venezianische gotische Architekten (Francesco Giacomo, Antonio Busato und Lorenzo Pincino, sowie die Steinmetzmeister von Šibenik Andrija Budčić und Grubiša Statčić), und im Jahr 1441 wurde Juraj Matejev Dalmatinac zum Hauptarchitekten der Kathedrale ernannt, welcher den Bau der Kathedrale ganz bis zum Lebensende im Jahr 1475 leitete.

Als Meister der späten Gotik (von den Italienern gotico fiorito genannt) und Urheber des Übergangsstils der Gotik-Renaissance in Dalmatien, hat er durch seine Gedanken das ursprüngliche Konzept der Kirche geändert indem er ihr einen monumentalen Charakter gab. Nach dem Tod von Juraj setzt Nikola Firentinac den Bau der Kathedrale von Šibenik fort, welcher im Stil der reinen Renaissance baut. Nach Firentinac ist die Kathedrale noch nicht fertig, daher arbeiten an deren Bau weiterhin die venezianischen Architekten Bartol und Jakov aus Mestre, sowie der Meister von Zadar Mestičević.

Die Kathedrale von Šibenik ist eine dreischiffige Basilika der Dimensionen 38 x 14 m und mit dem höchsten Punkt an der Spitze der Kuppel mit 38 m. Sie wurde im Jahr 1555 geweiht und zwar vom Bischof Ivan Štafilić.

TAUFKIRCHE ALS LEBENSQUELLE

Im Inneren der Kathedrale gebührt der Taufkirche eine besondere Aufmerksamkeit, welche unter stilistischer Betrachtung eine originelle und kreative Synthese zweier darstellender Ausdrucksweisen der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts – der späten Gotik und der frühen Renaissance - ist.

Sie ist die erste fertiggestellte Renaissance Architektur als Einheit und sie entstand nur 20 Jahre nach dem wahren Beginn der Renaissance in der Toskana. Die Fülle an skulpturalen Ornamenten ist das eindrucksvollste Merkmal der Taufkirche und an Dekorationsmotiven ist das menschliche Antlitz am meisten vertreten.

Neben den vier Statuen der Propheten (davon heute nur zwei erhalten) ist das gesamte Gewölbe durch monolithische Engelsgestalten, Köpfen von Kerubinen und dem markanten Kopf des Gottesvaters verziert. Das Trio der rundlichen und in Bewegung modellierten nackten Jungen hat der Meister Juraj neben den Träger des Taufbrunnens gestellt, welcher in der Raummitte aufgestellt ist...