Der Religiontourismus

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<ŠIBENIK – DIE HÖCHSTE ANZAHL DER KIRCHEN IM ALTSTADTKERN IN GANZ DALMATIEN

Durch die Geschichte war die Religion diejenige, die den Bewohnern der Region Šibenik Kraft in den schwierigen Zeiten gab. Einer der Beweise dafür ist die Zahl der Kirchen in der Altstadt Šibeniks, wo es einmal 28 Kirchen gab, geblieben sind aber bis heute nur 13. Aber, der Stadtkern von Šibenik hat die höchste Anzahl der Sakralbauten unter allen Stadtkernen der dalmatinischen Städte.

Heute ist der Religionstourismus einer der Hauptmotive der Gäste, um die Gespannschaft Šibenik-Knin zu besuchen. Außer Kirchen, die in Stadt- und Ortzentren, in umliegenden Hügeln und Feldern liegen, sind für Pilger und Gläubiger folgende Daten besonders wichtig:

Muttergottes von Loreto – Primošten (10. Mai)

Mit dem Bild der Muttergottes von Loreto ist die Geschichte von Marko Prgin verbunden, der in seinem Traum ein Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind auf den Arm sah. Auf der Suche nach dem Bild begab er sich nach Loreto, wo er das Bild der Muttergottes fand und es kaufte. Der Kasten, in dem er das Bild bis nach Primošten brachte, wird noch heute bewahrt. Viele Einheimische gaben das Gold der Familie her, um einen goldenen Rahmen für das Bild zu machen. Die Bewohner von Primošten glauben, dass die Muttergottes von Loreto sie vor dem italienischen Angriff im II. Weltkrieg schützte; ihr zu Ehren ist die heilige Messe am ersten Sonntag nach dem 16. November gewidmet. Besonders wichtig ist der Feiertag der Muttergottes von Loreto (10. Mai), denn an diesem Tag findet eine große Prozession um die Stadt und mit den Booten am Meer statt.

Muttergottes von Karavaja – Tisno (26. Mai)

Die Ehrung der Muttergottes von Karavaja begann in Italien im Jahr 1432 als am 26. Mai im Ort Caravaggio, in der Nähe von Bergamo, die Muttergottes einer gottergebenen Frau Giovannetta erschien. Im 17. und Anfang 18. Jahrhunderts kamen viele italienische Familien aus der Umgebung von Bergamo nach Tisno. Unter ihnen war auch die Familie Gelpi, die die Muttergottes ehrte und ihr Bild mit sich brachte. Um das Jahr 1720 baute die Familie eine kleine Kapelle auf dem Hügel Brošćica oberhalb von Tisno. Die Ehrung der Muttergottes von Karavaja über fast drei Jahrhunderte hinweg sagt viel über die Bewohner von Tisno, ihren Glauben und ihr Leben mit der Kirche, weshalb es kaum verwunderlich ist, dass sie sie am Tag ihrer Festlichkeit, am 26. Mai, Freude und Fröhlichkeit nicht verstecken können. An diesem Tag stehen den Gästen und Freunden alle Häuser offen, egal ob reich oder arm.

Muttergottes von der Kapelle – Rogoznica (02. Juli)

Laut Überlieferung sah der Fischer Ivan M. Bogović Tumburko im Jahr 1722, als er am Kap der Halbinsel Gradine angelte, ein außergewöhnliches Licht. Als er sich dem Felsen näherte, von dem das Licht kam, fand er ein Bild der Muttergottes, welches ihren Besuch bei ihrer Cousine Elizabetha darstellte. Das Bild brachte er nach Hause und räumte es in einen Kasten. Das Bild kam aber auf unerklärliche Weise wieder auf den gleichen Platz. Und so wiederholte sich das ganze dreimal. Bald beschlossen die Einheimischen zusammen mit dem Priester, dort eine Kapelle zu errichten. Die Feierlichkeit, wie wir sie heute kennen, wurde im Jahr 1776 ins Leben gerufen.

Das Fest findet am 2. Juli auf Petrovčica statt, wenn das Bild der Muttergottes mit einem Boot, in Begleitung von einem Priester und jungen Mädchen in weißen Kleidern, bis zum Ufer von Caparin gebracht wird. Dort erwartet sie der Bischof von Šibenik mit zehn Priestern und einigen Tausenden Gläubigen, um danach alle zusammen in einer Prozession entlang des Ufers von Rogoznica das Bild der Muttergottes in die Pfarrkirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria zu bringen.

Das Bild der Muttergottes bleibt dann in der Kirche bis zum ersten Sonntag nach der Muttergottes von Karmel, wenn es in einer festlichen Prozession am Meer und am Land wieder in seine Heiligenstätte an der Halbinsel Gradine gebracht wird. An der Prozession nehmen Hunderte von Booten und Tausende von Gläubigen teil, die den Glaubensweg von 2,5 km zu Fuß durchqueren, viele oft auch barfuss. In der Vergangenheit begleiteten junge Männer schwimmend das Boot der Muttergottes; heute schließen sich ihnen auch junge Frauen an.

Muttergottes von Tarca (Gospa o' Tarca) – Kornati (15. Juli)

Dies war eine Kirche von großen Dimensionen (ca. 20x13 m) und es ist schwer zu glauben, dass sie nur den örtlichen Gläubigen diente, da Spuren einer Ortschaft, für die eine so große Kirche gedacht sein könnte, wurden nicht gefunden. Es ist wahrscheinlicher, dass die Kirche ein Zufluchtsort für Seemänner war, die in den geschützten Buchten Šipnata, Levrnaka oder Telašćica auf günstige Winde für die Fahrt an der Adria warteten. Von der Kirche blieben heute nur die Apsis und ein Teil des Fundaments erhalten. Im späten Mittelalter wurde in ihrem Mittelschiff eine kleine Kirche der Muttergottes der Heimsuchung erbaut, die vom Volk die Muttergottes von Tarca genannt wird. In dieser Kirche wird jeden ersten Sonntag im Juli die Heilige Messe gehalten, in der die Felder und das Meer gesegnet werden. Hunderte von Booten pilgern dann Richtung Tarca. Diese Prozession ist eine der schönsten und interessantesten religiösen Ereignisse in Kroatien.

Muttergottes von Karmel / Okit – Vodice (16. Juli)

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Wenn man es von Meer aus betrachtet, dominiert der Berg Okit mit seiner Kirche der Muttergottes von Karmel das Panorama von Vodice.
Die erste Kirche auf diesem Berg wurde schon im 17. Jahrhundert erbaut, höchstwahrscheinlich auf dem Fundament einer noch älteren Kapelle. Später, am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde vom Fuß bis zum Gipfel der Kreuzweg mit 14 Kapellen gebaut. Jede von diesen Kapellen stellt eine der Stationen des Kreuzwegs dar. Jedes Jahr am 16. Juli pilgern Gläubige aus der ganzen Welt zum Kreuzweg.

Muttergottes von Visovac – Visovac (02. August)

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Die Franziskaner Insel „Visovac" ist ein einzigartiger und wunderschöner Ort der Natur, der geistigen Schönheit und der Zusammengehörigkeit. Sie stellt eine symbolische Ablösung vom Alltag dar. Es ist der Ort des Noviziats – der Vorbereitung von Theologen für mönchische und geistliche Dienste. Das Kloster, die Kirche und die Insel Visovac und der Visovačko See sind eine natürliche, kulturelle, historische und geistliche Einheit. Das Franziskanerkloster auf der Insel Visovac besitzt eine beachtliche archäologische Sammlung, eine kleinere ethnographische Sammlung, eine Sammlung von kirchlichen Gewänder und Geschirr, sowie eine große Bibliothek mit Dutzenden wertvollen Büchern und Inkunabeln. Eine besondere Stellung hat eine Sammlung von türkischen Schriftstücken (Ferman und Hatt-i Serif), einige stammen von Sultanen selbst. In der Kirche der Muttergottes von Visovac befindet sich auch eine wertvolle Orgel. In schwierigen und ruhigen, glücklichen und schmerzvollen Momenten wandte sich das Volk der Muttergottes der Barmherzigkeit zu. Ein Bild der Muttergottes von Visovac aus dem Jahr 1576 ist das Symbol der Hilfe vom Himmel. Jedes Jahr pilgern vom 2. August (Muttergottes von Visovac) bis zum 15. August (Maria Himmelfahrt) Tausende zu dieser Heilligenstätte. Das Kloster Visovac ist zum geistigen Zentrum von Nord- und Mitteldalmatien, Herzegowina und Lika geworden.

Muttergottes von Vrpolje – Vrpolje, bei Šibenik (15. August)

Die berühmte Heilligenstätte der Muttergottes von Vrpolje stammt aus dem 14. Jahrhundert. Verschiedene Gaben neben dem Bild der Heilligen Maria sind ein Beweis der Liebe für bekommene Wohltaten. Das Fest der Muttergottes von Vrpolje wird traditionell am Tag von Maria Himmelfahrt, den 15. August, gefeiert, wenn tausende Menschen zu diesem kleinen Ort unweit von Šibenik pilgern.

Besondere Bedeutung für Gläubige haben auch „Jurlinovi dvori" – Ethno-Dorf mit einer sakralen Sammlung, die unter dem Schutz des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien steht, sowie eine sakrale Sammlung des Benediktinerklosters Sv. Luce in der historischen Altstadt von Šibenik.

VODICE – DIE BEKANNTESTEN „ŽUDIJE" DALMATIENS

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Nach mündlichen Überlieferung der Einheimischen von Vodice wird angenommen, dass am Anfang des XX. Jahrhunderts der Brauch der Grabwache beim Heiligen Grab in der Karwoche aus Prvić Šepurine nach Vodice gebracht wurde.
„Žudije" sind junge Männer, die als römische Soldaten verkleidet, ihre Rolle in der Geschichte des Leidens Christi inszenieren. Dieser Brauch wird in Vodice schon mehr als 100 Jahre gepflegt und es gibt strenge Regeln, die vorschreiben, wer „žudija" sein kann und wie er zu sein hat. Sie nehmen an den Gottesdiensten von Gründonnerstag bis Karsamstag auf eine besondere Weise teil.

„Žudije" beginnen ihren Dienst am Gründonnerstag am Ende der Messe. Gekleidet als römische Soldaten mit Streitkolben und Speeren kommen sie zum Altar und halten Wache am Grab Jesu Christi bis zu seiner Auferstehung.
Am Karfreitag nehmen sie in der Prozession durch den Ort statt und begleiten Jesu Christi wenn er sein Kreuz trägt. Ihr Dienst wird am Karsamstag beendet, wenn sie bei der Messe fallen und weglaufen und zwei Engel die Auferstehung Jesu Christi verkünden.