Der Kulturtourismus

ŠIBENIK IM RAHMEN DES KULTURTOURISMUS

Der Kulturtourismus als ein selektiver Typ des Tourismus ist heutzutage immer mehr von Bedeutung. Dank ihrer Kultur und Geschichte, worüber viele Kunst- und Geschichtsdenkmäler in der Region zeugen, nehmen die Stadt Šibenik und ihre Umgebung einen besonderen Platz im Rahmen des Kulturtourismus der Republik Kroatien ein.

DIE UNESCO KATHEDRALE DES HL. JAKOB

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Eine von den sieben UNESCO-Welterbestätten in der Republik Kroatien befindet sich im Altstadtkern von Šibenik und ist heute das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Die Kathedrale des hl. Jakob, unter Schutz der UNESCO seit dem Jahr 2000, ist wegen ihrer Bauart und Konstruktion einzigartig, nicht nur in der kroatischen Kunstgeschichte, sondern auf dem europäischen Niveau.

Besonders interessant ist der Fries aus 74 menschlichen Köpfen, des Zeitgenossen des Hauptarchitekten, Juraj Dalmatinac, der sich auf den Apsiden der Kathedrale befindet. Der Bau dauerte volle 105 Jahre – von 1431 bis 1536.

FAUST VRANČIĆ

Faust VrančićEin wichtiger Teil der Kultur der Gegend fällt auf Faust Vrančić – den kroatischen Historiker, Linguist, Erfinder, Diplomat, Ingenieur, Priester, Bischof, der an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert lebte und der wichtigste kroatische Konstrukteur und technischer Redakteur dieser Zeit war. Geboren wurde er in Šibenik als Teil der Šibeniker Adelsfamilie Vrančić, begraben wurde er nach seinem Wunsch in der Kirche der hl. Maria der Gnade auf der Insel Prvić im Ort Prvić Luka.
Er ist der Verfasser des Wörterbuches „Wörterbuch der fünf edelsten Sprachen Europas" (Dictionarium quinque nobilissimarum Europae linguarum, latinae, italicae, germanicae, dalmaticae et ungaricae), das im Jahr 1595 gedruckt wurde und in dem 5000 Begriffe für jede Sprache stehen, was das Wörterbuch gleichzeitig zum ersten geschriebenen Wörterbuch der kroatischen und ungarischen Sprache macht. Sein wichtigstes Werk ist allerdings „Macchinae novae" („Neue Maschinen"), das in Venedig im Jahr 1615 oder 1616 gedruckt wurde. Das Werk ist von sehr großer technischer Bedeutung, da es 49 Bilder (Kupferstich) beinhaltet und 56 Maschinen, Erfindungen, Apparaturen und Konstruktionen in fünf Sprachen beschreibt. Zu den wichtigsten Beschreibungen aus dem erwähnten Werk zählen die Hängebrücke und der Homo volans (lat. der fliegende Mann), Abbildung eines Fallschirmspringers. Die Werke Vrančićs wurden mit Kommentaren im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts nachgedruckt.Faust Vrančić ist als kroatischer Leonardo da Vinci bekannt, da er der Erfinder des ersten anwendbaren Fallschirms in der Geschichte ist, wobei er die Skizzen von Leonardos Fallschirm nahm, sie änderte und den ersten Fallschirm ausprobierte.

DAS ŠIBENIKER THEATER

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Eines der wichtigsten Bauwerke der Stadt Šibenik ist auch das bekannte Šibeniker Theater, das zweitälteste Theater in der Republik Kroatien und gleichzeitig das älteste kroatische Theater, das heute noch benutzt wird. Erbaut wurde es am Ende des 19. Jahrhunderts und den Bau finanzierten die Bewohner der Stadt selbst, was eines der Hauptmerkmale darstellt. Schon 50 Jahre hintereinander ist das Šibeniker Theater der stolze Gastgeber für das Internationale Kinderfestival.

DER MITTELALTERLICHE STADTKERN ŠIBENIKS

Einen besonderen Aspekt der Šibeniker Kultur stellt der mittelalterliche Stadtkern von Šibenik selbst dar, der ein Geflecht aus typischen dalmatinischen Straßen, sog. „kala", ist. Den besonderen Touch verleihen dem Altstadtkern Šibeniks seine Kirchen, da man genau hier, unter allen Altstadtkernen Dalmatiens, die meisten findet – vorher gab es 28 Kirchen, heute sind es aber nur 13.

BURNUM – EIN ALTRÖMISCHES MILITÄRLAGER

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Nur 18 km von der zweitgrößten Stadt der Gespannschaft, der Stadt Knin im Hinterland von Šibenik, entfernt, liegt Burnum, einst ein altrömisches Militärlager; heute eine wertvolle Archäologiefundstätte, die aus zwei Teilen besteht – zwei Säulen, höchstwahrscheinlich die Portikus Principia des römischen Militärlagers Burnum, wo sich das Kommandogebäude, das verwaltungsmäßige und religiöse Zentrum des römischen Militärlagers befand und das Amphitheater.

DIE FESTUNGEN UND BEFESTIGUNGEN DER REGION ŠIBENIK

Eine besondere Note geben der ganzen Gegend historische Festungen und Befestigungen – in der ganzen Region gibt es mehr als 15 davon. Vier befinden sich rund um die Stadt Šibenik selbst – die Festung Sv. Mihovil, Sv. Ivan, Šubićevac und das einzigartige Fortifikationssystem an ganz Adria, die Festung Sv. Nikola vor Šibenik auf der Insel Ljuljevac. Eine der imposantesten Festungen ist sicherlich die Festung Knin, die über der Stadt Knin dominiert. Im Gebiet des Nationalparks „Krka" gibt es etwa zehn Festungen.

DIE VOLKSTRADITION DER ŠIBENIKER GEGEND

In der Region gibt es einige Kultur- und Kunstvereine, die die Vielfalt der Tradition jeder Ecke der Gespannschaft Šibenik-Knin zeigen. Viele dieser Vereine kann man bei verschiedenen Festen und Feierlichkeiten in Sommermonaten sehen.
Die Volkskultur dieser Region zeichnen auch viele Artefakten aus, von denen einige auch Kunstwerke sind, wie z.B.: viele Gegenstände aus Holz für den Gebrauch und die Verzierung, Schiffmodelle, gestickte Hemden (opleća), Stickerei mit Glasperlen («ogrice») an Hemden, «spare» (runde Unterlagen, die die Frauen auf den Kopf setzten, wenn sie Last tragen sollten), Spitzenbänder, Stoffe aus Wolle und Baumwolle (Ökogruppe des Kultur- und Kunstvereins Koledišće Jezera).

WO KANN MAN DIE VOLKSTRADITION SEHEN?

Die Veranstaltung „Festival der nachhaltigen Entwicklung der Küste und Insel", organisiert vom Verein für Ökologie „Argonauta", ist der Ort, wo alle Interessenten die traditionellen Artefakte der Šibeniker Gegend kennenlernen können. Zur Verfügung stehen auch viele andere Veranstaltungen gleicher Art wie „Bräuche von Primošteni" in Primošten, „Internationale Mittelaltermesse in Šibenik", „Festival der ländlichen Kultur" in Knin, „Öko-ethno Messe" in Skradin, und viele andere. Denjenigen, die mehr wissen wollen, empfehlen wir einen Besuch im Museum der dalmatinischen Tradition in Pakovo selo (Ethno-Dorf in der Nähe des Nationalparks „Krka").